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DotBrand vs traditionelle Domain – was passt besser zu Ihrer Marke? Ein Vergleich

Andrew J Moore
Von Andrew J Moore
Veröffentlicht 29 January 2026

Im Jahr 2012 wurde erstmals die Bewerbungsrunde für DotBrand-Domains eröffnet. Für jene Unternehmen, die den Mehrwert einer eigenen DotBrand-TLD (Top-Level-Domain) frühzeitig erkannten, erwies sich dies als ein zeit- und ressourcenintensiver Prozess. Tatsächlich erhielt die ICANN tausende von Bewerbungen – ein Ergebnis, das angesichts der anfänglichen Skepsis gegenüber der Idee überraschend war.

Über ein Jahrzehnt später ist die nächste Runde der DotBrand-Domain-Registrierungen für April 2026 geplant. Diese wird in der Branche mit großer Spannung erwartet. Verbesserungen in der Ausgestaltung der Richtlinien sowie eine Verschlankung des Bewerbungsprozesses wurden bereits umgesetzt. Spannende Zeiten!

Doch die entscheidende Frage bleibt: Braucht Ihr Unternehmen wirklich eine DotBrand-TLD?

Ist eine DotBrand besser als eine traditionelle Domain?

Für alle, die die erste Runde verpasst haben: Eine DotBrand ist im Grunde eine URL wie .ihrmarkenname. Die Vorteile sind vielfältig: DotBrands stärken die Markenidentität, verbessern die Auffindbarkeit und geben Ihnen volle Kontrolle darüber, wie und wo Ihre Marke online erscheint.

Eine traditionelle Domain hingegen – etwa .com, .org oder .net – ist deutlich geläufiger und wird von vielen Organisationen gemeinsam genutzt. Man könnte sagen: Eine traditionelle Domain ist wie das Mieten einer Wohnung in einem Mehrparteienhaus mit gemeinsamer Adresse, während eine DotBrand dem Kauf eines eigenen Hauses mit eigener Postleitzahl gleicht. Traditionelle Domains sind leichter verfügbar, dauerhaft auf dem Markt und deutlich kostengünstiger – insbesondere, wenn das Budget für die hohe Anfangsinvestition einer DotBrand fehlt.

Ein direkter Vergleich
DOTBRANDTRADITIONELLE DOMAIN
KostenTeuer – ca. 350.000 € im ersten Jahr, plus jährliche GebührenKosteneffizient – ideal für Start-ups und allgemeine Websites
VerfügbarkeitErst ab April 2026, und nur für einen begrenzten ZeitraumStändig verfügbar
BekanntheitNutzer wissen evtl. nicht, nach einer DotBrand zu suchenNutzer sind an .com & Co. gewöhnt
KontrolleVollständige Kontrolle über den NamensraumDer Namensraum gehört nicht Ihnen
Sie bestimmen Zugriff, Nutzung und InfrastrukturAbhängigkeit von Registry-Regeln
SicherheitGeringeres Risiko für Phishing, Spoofing und BetrugHöheres Risiko durch Phishing, Cybersquatting und Missbrauch
MarkenintegritätStärkt Vertrauen und MarkenidentitätMöglich, aber weniger klar abgegrenzt
IndividualisierungEinfache Erstellung von Subdomains für KampagnenOft komplexer und kostenintensiver
KomplexitätLaufende Verwaltung der gesamten Infrastruktur erforderlichInfrastruktur wird für Sie verwaltet
Erfordert strategische PlanungGeringerer Verwaltungsaufwand
BewerbungsprozessKomplex, erfordert unternehmensweites Buy-inEinfach, meist durch IT umsetzbar
ZukunftssicherheitHohe Sicherheit und FlexibilitätUngewiss: Kosten- und Technologieentwicklung
Fazit

Die Entscheidung zwischen einer traditionellen Domain und einer DotBrand hängt vollständig von Ihren Zielen ab. Wenn Kosten ein kritischer Faktor sind und Sie bereits über eine etablierte Domain verfügen, mit der Ihre Kunden vertraut sind, ist eine DotBrand möglicherweise nicht die richtige Wahl.

So treffen Sie die richtige Entscheidung

Die anfänglichen Kosten einer DotBrand sind erheblich. Ohne eine klar definierte Strategie zur Nutzung über Marketing- und Geschäftsbereiche hinweg kann diese Investition ineffizient sein. Ähnlich wie eine Mietwohnung für Menschen geeignet ist, die weder Zeit noch Mittel für ein Eigenheim haben, ist eine traditionelle Domain für Unternehmen sinnvoll, die den finanziellen und operativen Aufwand einer DotBrand nicht rechtfertigen können.

Verfügen Sie jedoch über die nötigen Mittel und das erforderliche Stakeholder-Buy-in, kann eine DotBrand einen enormen Mehrwert bieten. Ein Beispiel ist Barclays Bank mit der Nutzung von .barclays für ihre Unternehmenswebsite (home.barclays), während lokale Angebote weiterhin über ccTLDs laufen. Eine nicht kopierbare Domain reduziert Phishing-Risiken erheblich. Auch Sky nutzt .sky gezielt für Marketing- und Kampagnen-Microsites mit einprägsamen URLs.

BrandShelter kann helfen

Wenn Sie noch unsicher sind, ob eine DotBrand-TLD für Sie sinnvoll ist, sprechen Sie mit einem Anbieter wie BrandShelter. Wir begleiten Sie durch alle Phasen – von der Analyse von Marktbedingungen, Markenbekanntheit und Use Cases bis hin zur vollständigen ICANN-Bewerbung. Darüber hinaus unterstützen wir Sie dabei, Ihre DotBrand strategisch und langfristig optimal zu nutzen.

Sollten Sie sich gegen eine DotBrand entscheiden, bietet BrandShelter auch traditionelles Domain-Management, um Ihre Marke vor Risiken wie Ablauf, Missbrauch und Imitation zu schützen und Ihre Domains strategisch auszurichten.

Ganz gleich, welchen Weg Sie wählen – sprechen Sie noch heute mit einem der Experten von BrandShelter. Wir freuen uns auf den Austausch!

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